Alles hat einmal klein begonnen. Was heute als fester Bestandteil unseres Dorflebens gilt, war 1952 nur eine zündende Idee – getragen von Enthusiasmus, Gemeinschaft und Liebe zur Musik. Unsere Chronik erzählt von den Anfängen, den Herausforderungen und den Erfolgen, die uns bis heute prägen

Die Anfänge des Borkenwirther Blasorchesters 1952 – gegründet auf Initiative von Lehrer August Höing und getragen vom Enthusiasmus junger Musiker.

1952

Im Jahre 1952 hatte der Lehrer August Höing die Idee, in der Gemeinde Borkenwirthe ein Blasorchester zu gründen. Hubert Knüsting und Franz Ossing griffen die Idee auf und fanden mit Kapellmeister Emil Tölg den richtigen Ansprechpartner. Dieser leitete zu dieser Zeit bereits den befreundeten Weseker Musikverein, welcher auch die ersten Instrumente an die 27 jungen Borkenwirther zur Verfügung stellte. Die restlichen – wenn auch reparaturbedürftigen – Instrumente fanden sich bei Verwandten und auf Bauernhöfen. Instrumentenbauer Hermuth aus Gelsenkirchen brachte sie „auf Vordermann“ und lieferte auch über Jahre hinweg weitere Instrumente. Das Notenbeschaffen in den Nachkriegsjahren galt als problematisch: meist wurden sie selbst geschrieben und als Proberaum dienten zunächst alte Bauernstuben. Schon bald wurde das „Büdeken“, der ehemalige Bauschuppen beim Kirchenbau, das Heim der Musiker. 

1954

Das neu gegründete Orchester war schon bald gefragt bei Gottesdienstgestaltungen in der neugebauten Hl.-Kreuz-Kirche, bei Wallfahrten nach Kevelaer, Telgte, Eggerrode und ins belgische Banneux. Als erstes und einziges Landjugendblasorchester Deutschlands wurden die Borkenwirther Musiker zu Großveranstaltungen der Landjugend auf Landes- und Bundesebene eingeladen, u.a. zur Karnevalssitzung bei der „KaKaJu“ in Münster. Beim internationalen Jugendtreffen 1945 waren die Borkenwirther Musiker ebenfalls mit von der Partie. 

1964

Der Mitbegründer Franz Kemper übernimmt das Amt des ersten Vorsitzenden. 

1976

Dem im Jahre 1976 verstorben Emil Tölg folgte als Dirigent Gert Willing aus Ahaus. Dieser führte sie zu vielen Konzerterfolgen wie beispielsweise in der Essener GRUGA.

1978

Das Blasorchester Münsterland war eine Konzertvereinigung zwischen der Instrumentalgruppe Borkenwirthe und dem Blasorchester Rodde, an dessen Gründung auch der gebürtige Borkenwirther Bernhard Nießing maßgeblich beteiligt war. Die mittlerweile wieder aufgelöste Gruppe reiste auf Konzerttourneen nach Österreich, Jugoslawien, Ungarn, Polen, Spanien und Russland. 1987 stand auch die Mitgestaltung der Zeremonien in Kevelaer beim Besuch des Heiligen Vaters auf dem Programm. Im gleichen Jahr übernimmt Hubert Nießing-Printing das Amt des ersten Vorsitzenden.

1980

Heiner Nießing übernimmt das Amt des ersten Vorsitzenden. 

1981

Hubert Nießing-Printing übernimmt das Amt des ersten Vorsitzenden.

1982

Heiner Nießing übernimmt erneut das Amt des ersten Vorsitzenden. 

1987

Auslandsreisen prägen diese Jahre. Konzerttourneen führen nach Österreich, Jugoslawien, Ungarn, Polen, Moskau und Spanien.
Ebenfalls 1987: Mitgestaltung der Feierlichkeiten beim Papstbesuch in Kevelaer.

1988

Der Bundeswehrmusiker Paul Adass übernimmt das Dirigat von Gert Willing, der aus gesundheitlichen Gründen den Taktstock niederlegen musste. Mit ihm erfuhr das Orchester einen erneuten musikalischen Aufschwung: Probenarbeiten mit Ausbildern von der Bundeswehr und zahlreiche neue Auftritte hatte das Orchester ihm zu verdanken. Über 20 Jahre arbeitete er sehr erfolgreich in Borkenwirthe. 

1990

Alfons Rottstegge übernimmt das Amt des ersten Vorsitzenden.

2000

Der damalige zweite Vorsitzende Stefan Lansmann-Niehaus übernimmt nun das Amt des ersten Vorsitzenden. 

2002

Im Jahr 2002 durfte man auf 50 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde mit einem großen Festabend in Borkenwirthe sowie einem Jubiläumskonzert würdig gefeiert. 

2008

Stefanie Siemen (geb. Brinkhues) übernimmt das Amt der ersten Vorsitzenden.

Joachim Pradel, auch bekannt unter „Achim“ übernahm den Taktstock und erfreute sich schnell großer Beliebtheit. Als Solotrompeter und Organist stellte er nicht nur als Dirigent, sondern auch als Musiker sein Können auf verschiedenen Auftritten, zum Beispiel auf Musikerhochzeiten, unter Beweis.

 

2011

Christian Ehling übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden. Er hatte bereits als zweiter Kassierer Erfahrungen in der Vorstandsarbeit gesammelt. 

2012

Passend zum 60-jährigen Jubiläum wurde der Umbau des „Büdekens“ fertiggestellt. 

Unter Leitung von Franz Kemper in der Planung sowie Alfons Rottstegge und Friedhelm Lansmann-Niehaus in der Ausführung wurde in überwiegender Eigenleistung ein moderner Probenort für den Verein geschaffen. Dank zahlreicher Geld- und Sachspenden konnte dieses Projekt realisiert werden. Am 18. und 19. August 2012 wurde das neue Gebäude der Öffentlichkeit präsentiert und bei einem Festgottesdienst mit anschließender „Open-Air-Feier“ eingeweiht. Das sonntägliche Familienfrühschoppen bildete den Ausklang eines schönen Festes. 

2012 - 2013

Gemeinsam mit der Musikkapelle Burlo wurden die „BuBos“ gegründet. Unter der anfänglichen Leitung von Bert und Hans Roerdinkholder wurden hier für Kinder ab der zweiten Schulklasse musikalische Grundlagen gelegt. Hans übernahm ebenfalls das Jugend- sowie das neugegründete Miniorchester.

2014

Beim Jahresabschlusskonzert 2014 beendete Joachim Pradel seine erfolgreiche Arbeit in Borkenwirthe. Der Militärmusiker Bernhard Wermer, der bereits den Unterricht am Schlagwerk ausführte und somit im Verein schon bekannt war, übernahm nun das Dirigat. Er brachte das Orchester insbesondere in der Marschmusik durch seine langjährige Erfahrung bei der Bundeswehr voran.  

2021

Aus gesundheitlichen Gründen legte Bernhard Wermer den Taktstock nieder und der Berufsmusiker Sebastian Sürgers wurde sein Nachfolger. Da er selbst zahlreiche Instrumente beherrscht, steht er den Musikern stets mit Rat und Tat zur Seite. Durch seine humorvolle Art sowie seine musikalische Präzision bringt er frischen Wind in die Probenarbeit. 

2022

Anlässlich des 70-jährigen Vereinsjubiläum hat der zweite Vorsitzende Jürgen Becker eine Musikerfahrt nach New York City mit einem Auftritt auf der Steubenparade organisiert. 65 Musiker und Angehörige machten sich im September auf den Weg nach Amerika, um fünf unvergessliche Tage zu erleben.

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